Stillen ist für mich..

 

 

Stillen ist so ein schönes und gleichzeitig sensibles Thema. Deswegen zu aller erst, jede Mami findet ihren Weg. Ob sie ihrem Kind die Flasche oder Brust gibt. Kein Hashtag #Stillenistliebe , ist einer so genannten "Flaschenmami" böse gegenüber gemeint. Wenn ich den Hashtag zB nutze, denke ich allein an unsere Situation und nicht "oh wie kann man nur eine Flasche geben".. Genau wie #Januarbaby oder #baby2018 oder so.. Wir sind alle toll, so wie wir es machen. Und was ich persönlich schade finde. Man darf immer schreiben warum das Stillen nicht geklappt hat. Aber wehe eine Stillmami sagt voller Stolz, Hey, ich hab durch gehalten, ich stille mein Kind. Und das so lange wie wir es möchten. Dann ist man wieder die, die was gegen die Flasche hat.. Was ja absoluter Quatsch ist. Ist es nicht schön, wenn eine Mami stillt? So wollte und will es die Natur.

 

Für mich ist Stillen nicht nur Nahrungsaufnahme. Wenn ich Mia stille, ist da so ein Gefühl zwischen uns, das kann ich gar nicht beschreiben. Ihr genau das zu geben was sie braucht, dafür bewundere ich den weiblichen Körper echt total. Wie sich das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage einpendelt - gut, manchmal lauf ich immer noch aus - . Oder wenn Mila bei der Oma ist und ich merke hui, jetzt hat sie sicher Hunger. Oder ganz am Anfang, jetzt noch selten, wenn man ein Baby weinen hört und ganz speziell das eigene, oder nur ein Bild sieht und die Milch einschießt. Echt verrückt. 

 

Klar, der Anfang war nicht leicht. Darüber hatte ich ja schon geschrieben. Aber dennoch war für mich immer klar: Das mit dem Stillen, das wird klappen. Es gibt sicher Ausnahmen, wo es gar nicht geht, aber so oft wird meiner Meinung nach zu schnell zur Flasche gegriffen. Wie haben wir denn früher überlebt oder Regionen wo es so etwas wie Milchpulver nicht gibt? Und da denke ich werden manche Mamis vielleicht nicht so toll unterstützt wie ich damals. In meinem Krankenhaus war das Thema Flasche gar kein Thema. Bei mir zumindest. Aber wie oft liest man "noch kein Milcheinschuss, ich gebe erst mal die Flasche"..  Weil klar, eine Neumami auf die Profis in den Krankenhäusern vertraut.. das ist doch schon fast das Ende vom Lied. Wenn keine Nachfrage kommt, weil die Flasche das Baby erstmal sättigt warum soll der Körper etwas anbieten? Die Divise meiner Hebamme !Anlegen, anlegen, anlegen! Und so hat es wunderbar geklappt. nach vier oder fünf Tagen kam der Einschuss. Nach ein paar Wochen dachte ich auch, hups ist die Milch weniger geworden? Da hat mich meine Hebamme nur angelächelt und sagte, warum solle denn die Milch plötzlich verschwinden? Leg wieder öfter an und dein Angebot wird wieder höher. Und so war es auch.

 

Ich betone noch einmal, das sind nur meine Erfahrungen und die Tipps meiner tollen Hebamme. Der ich echt so dankbar bin. Und wir stillen nun wundervolle acht (Edit: neun) Monate und ein Ende ist erst einmal nicht in Sicht. 

 

Das ist ja auch so ein weiterer Punkt. Oft die Frage "Stillst du noch?", ja klar, warum denn nicht ? Es klappt so gut, warum soll ich aufhören oder meinem Kind plötzlich Pulver geben wenn es auf natürlichem Wege toll klappt? Und dann "Wie lange willst du denn noch stillen?" - oft mit einem komischen Unterton - so lange, wie Mila möchte. Natürlich nicht bis sie den Führerschein macht und ich denke mit 1.5-2 Jahren wird sich das Thema erledigen aber momentan sind wir beide am glücklichsten damit. Selbst die Flasche mit abgepumpter Milch geben ist für mich total komisch mit anzusehen. An künstliche Milch brauch ich gar nicht denken. Das bringe ich nicht über mein Herz. Wir haben eine so tolle Stillbeziehung und da bin ich so glücklich drüber und auch stolz auf mich. Alleine wenn ich an den Anfang denke. Nach vier Wochen das erste mal ohne Schmerz gestillt. Aber jetzt bzw. schon nach der Zeit war und ist es dann einfach das schönste auf der Welt. FÜR UNS! 

 

Die besten Tipps meiner Hebamme und von einigen anderen Mamis die mir geschrieben haben habe ich einmal gesammelt. Ich würd mich freuen wenn die Tipps weiter helfen um euch eine genauso schöne Stillbeziehung zu ermöglichen wie uns. Denn Muttermilch ist und bleibt einfach das beste für das Kind. 

PS: ich bin auch mit der Flasche groß geworden, bin kern gesund und munter. Und meine Mama und ich haben wohl die beste Mutter/Tochter Beziehung die ich mir vorstellen kann. ;) 

 

 

Stilltipps: Ohne Gewähr und am besten immer mit Hebamme oder Frauenarzt absprechen wenn ihr euch unsicher seid.

 

- Anlegen Anlegen Anlegen ist echt das wichtigste am Anfang um den Milcheinschuss zu fördern. 

- Für wunde Brustwarzen: - Lanisohsalbe

                                           - Heilwolle in den BH legen

                                           - Nach dem Stillen die Muttermilch an der Warze trocknen lassen und generell oben ohne Luft                                                dran lassen Zuhause 

- Positionswechsel des Babys, da wo es hart wird an der Brust, da muss das Kinn des Babys hin

- wenn das Baby groß und klein macht, wird es auch satt und bekommt genug Milch

- am Anfang reichen ein paar Tropfen Muttermilch. Das wird von Tag zu Tag mehr.

- beim abpumpen wird nie so viel raus kommen wie wenn das Baby trinkt. Also nicht verunsichern lassen wenn man mal     zur Kontrolle abpumpen will. Das kann man nicht vergleichen.

- Stille nach Bedarf, dein Baby zeigt dir wann es Hunger oder Durst hat. Auch wenn sie mal 4-6 Stunden am Stück               schlafen oder länger. Dann ist das so.

- Stillhütchen wenn es zu sehr weh tut oder du eingerissen bist. Hat mir auch sehr geholfen und es gab auch keine                  Saugverwirrung

 

 

Und das sagen andere Mamis dazu. Kommentiere auch gern, oder schreib mir eine E-Mail. 

 

Stillen ist für mich.. 

 


Jede Mami ist toll.

Jede Mami ist anders.

Jedes Kind ist anders.

Jede Familie.

Es zählt was ihr wollt, wie ihr es machen wollt.

 

Ich teile nur MEINE Meinung, meine Gedanken. Und danke euch für den tollen Austausch.

 

Alles Liebe,

Svenja.

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